Auf dieser Seite informieren wir allgemein über Therapieformen und über Ansätze, die neue Forschungserkenntnisse aufgreifen und sich in der therapeutischen Arbeit bewährt haben. Die wissenschaftliche Anerkennung einer Therapieform wie die Verhaltentherapie u.a. steht in Verbindung mit der Kostenfinanzierung der Krankenkassen. Über die konkret angebotenen Therapieformen informieren die einzelnen Therapeutinnen auf ihrer Praxisseite.

Drei Therapieformen möchten wir Ihnen hier näher vorstellen:

Biografisch-systemische Verhaltenstherapie
Akzeptanz- und Commitment-Therapie
Schematherapie

 

Einzeltherapie

In der Einzeltherapie werden der eigene Lebenshintergrund, die Geschichte der Erkrankung und das persönliche Verhalten und Erleben eines psychisch erkrankten Menschen untersucht und bewusst gemacht, um Veränderungen herbeizuführen. Im Vier-Augen-Gespräch können die therapeutischen Ziele in einem längeren, sich entwickelnden Prozess verfolgt werden. Die Therapeutin kann gezielter intervenieren oder korrigierende Beziehungserfahrungen ermöglichen. In der Einzeltherapie bleibt der Patient oder die Patientin jedoch auch immer in der Hilfesuchenden, auf sich bezogenen Rolle.

Gruppentherapie

An einer Gruppen-Psychotherapie nehmen in der Regel zwischen 6 bis 10 Personen teil. Die Teilnehmenden erleben, wie andere Menschen ebenfalls an Problemen arbeiten, erfahren die Universalität des Leidens und können die Rolle wechseln zwischen Hilfe suchen und Unterstützung geben. Auch hat der Gruppenprozess Aspekte eines Familiensystems, das alte Gefühle aktiviert, aber heilsame korrigierende Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich ermöglichen kann. Die Gruppentherapie bietet damit einen geschützten experimentellen Raum. Eine Gruppentherapie kann mit kurzer Dauer (4-8 Sitzungen) oder als Langzeittherapie über 1 oder 2 Jahre angelegt sein.

Kombinationsbehandlung

Die Kombination von Einzelsitzungen und Gruppensitzungen über einen Zeitraum von rund einem Jahr wird von einigen Praxen als Langzeittherapie angeboten. Diese Therapieform richtet sich an verschiedene Altersgruppen: Junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren und ältere Erwachsene zwischen ca. 30 und 50 Jahren. Die Therapiegruppen sind entweder für einen bestimmten Patient:innenkreis oder störungsübergreifend ausgerichtet. Mit einem „störungsübergreifenden“ Gruppenkonzept ist gemeint, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Diagnosen oder Krankheitsbildern vom gemeinsamen Austausch in der Gruppe profitieren und Bewältigungserfahrungen machen können. Begleitend zur Gruppe finden Einzelsitzungen statt.

Zu den Behandlungsschwerpunkten