Störungsübergreifende Langzeittherapiegruppe für Erwachsene (30 bis ca. 50 Jahre)

Leitung: Svenja Wilhelm, Psychologische Psychotherapeutin

Termin: Montags 11:20 – 13:00 Uhr 

Dauer und Umfang:  ca. 1 Jahr (24 Einzel- und 36 Gruppensitzungen)

 

Der Therapieansatz

Die Therapie ist eine Kombination aus Gruppentherapie und Einzelsitzungen. Die wöchentlichen Gruppentermine werden begleitet von monatlichen Einzelsitzungen. Die Gesamtdauer der Langzeittherapie beträgt rund ein Jahr. Dieses Gruppenangebot richtet sich an Menschen in der Altersgruppe ab 30 bis ca. 50 Jahren. 

Die Themen selbst sind nicht vorgegeben, sondern orientieren sich an der individuellen Situation der Teilnehmenden. Es werden zentrale individuelle Lebensthemen identifiziert. Gemeinsam wird erarbeitet, in welcher Weise die psychischen und psychosomatischen Probleme aus diesen Lebensthemen resultieren. Die Teilnehmenden untersuchen, wie mit Emotionen umgegangen wird und ob günstigere Bewältigungsmöglichkeiten gefunden werden können. Der Einbezug der anderen Gruppenmitglieder ermöglicht hierbei, ein breiteres Spektrum unterschiedlicher Herangehensweisen und Rollenmodelle kennenzulernen als in der Einzeltherapie. So kann ein besonderer Ort des gegenseitigen sozialen Lernens entstehen, um gemeinsam Lösungen für den Umgang mit aktuellen Belastungen zu finden.

Die Gruppe als Lern- und Erfahrungsraum nutzen

Psychische Erkrankungen gehen oft einher mit schwierigen Erfahrungen in der Familie und/oder dem sozialen Umfeld. Der gemeinsame Austausch mit Betroffenen in der Gruppe bietet eine besondere Chance für neue heilsame und korrigierende Beziehungserfahrungen. In der Gruppe können wichtige Kompetenzen (z.B. die Fähigkeit zur Selbst-Offenbarung, Grenzsetzung, sozialkompetenter Umgang mit Anderen) direkt praxisnah geübt werden. Dies führt erfahrungsgemäß dazu, dass die psychische und psychosomatische Symptomatik deutlich abnimmt. Die transdiagnostische Gruppentherapie ist eine psychotherapeutische Heilbehandlung, die sich an wissenschaftlichen Grundlagen orientiert. Dabei können unterschiedliche verhaltenstherapeutische Interventionen gemeinsam erfahren und ausprobiert werden.

Teilnahmevoraussetzungen

Das Angebot richtet sich an Menschen, die psychisch ausreichend stabil sind, um von Austausch und dynamischen Gruppenprozessen profitieren zu können. Solltest du dich gerade in einer akuten Krise befinden, unter ausgeprägten suizidalen Gedanken leiden oder Symptome haben, die eine Teilnahme und einen offenen Austausch erschweren, empfehlen wir andere Therapieformate. In diesem Fall wende dich bitte an 116 117 für die Vermittlung einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Wichtig: Eine regelmäßige Teilnahme an der Gruppe ist für alle Teilnehmenden wichtig, daher sind hinderliche Faktoren wie lange Anfahrtswege oder andere Verhinderungen im Vorfeld auszuschließen, um die Teilnahme während der gesamten Therapiedauer zu gewährleisten.

Anmeldung und Vorgespräch

Bei Interesse an der Gruppenteilnahme nimm bitte per E-Mail mit mir Kontakt auf oder trage dich in die Online-Warteliste ein.

Svenja Wilhelm:  kontakt@therapie-sw.de
Online-Warteliste: https://gruppenplatz.healthycloud.de/HC_GP_Public_Pages/ForPatients


Wir vereinbaren daraufhin ein persönliches Vorgespräch zur Klärung, ob das Gruppenformat zu deiner aktuellen Situation und dem Behandlungsziel passt. Bitte bringe zum Vorgespräch deine Krankenversicherungskarte und den ausgedruckten und ausgefüllten Fragebogen mit, der hier als PDF-Download bereit steht:
Vorgespräch Langzeitgruppe Erwachsene SW (PDF)

 

Allgemeine Rahmenbedingungen der Kombinationsbehandlung

Die Kombination von Gruppen- und Einzelsitzungen läuft in einem Gesamtzeitraum von über einem Jahr. Diese Therapieform wird zwar von zwei Therapeutinnen – Frau Hagena und Frau Wilhelm – angeboten, aber die geschlossenen Gruppen laufen getrennt voneinander. Begleitend wird einmal pro Monat eine Einzelsitzung persönlich vereinbart. Die Einzeltermine können sowohl von der jeweiligen Gruppentherapeutin als auch von beiden Verhaltenstherapeutinnen durchgeführt werden, denn es besteht eine enge Kooperation miteinander. Nach sehr frühzeitiger ausführlicher Rücksprache können die Einzelsitzungen auch in einer anderen Praxis erfolgen, wenn dabei die Teilnahmevoraussetzungen berücksichtigt sind. Unter den behandelnden Therapeut:innen findet ein regelmäßiger fachlicher Austausch unter Einhaltung der Schweigepflicht statt. Dafür benötigen wir eine Schweigepflichtentbindung, die uns befähigt, uns über deinen Behandlungsverlauf auszutauschen und eine optimale Abstimmung und Wirksamkeit der beiden Therapieformen zu gewährleisten. So können die psychotherapeutischen Einsichten und Erkenntnisse aus beiden Settings – Gruppe und Einzelsitzung – bestmöglich für die Behandlung genutzt werden.

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